Cannabidiol (CBD) ist eines von über 100 Cannabinoiden, die in der Cannabispflanze (der weiblichen Hanfpflanze) vorkommen.
Im Gegensatz zu THC wirkt es nicht psychoaktiv und löst kein „High“-Gefühl aus.

Auch wenn die Forschung derzeit noch nicht vollends abgeschlossen ist, werden ihm positive medizinische Eigenschaften nachgesagt, die bei der Bekämpfung vieler Erkrankungen helfen können.
So soll CBD beruhigen und entspannen. Ausserdem wird dem Konsum von diesem Cannabinoid unter anderem antiepileptische [1], entzündungshemmende, angstlösende, entkrampfende, gegen Übelkeit helfende [2] und antipsychotische [3] Wirkungen nachgesagt. 

Die Behandlung bei Tieren, wie z.B. bei Hunden, Katzen und Pferden wird stets beliebter, denn auch sie profitieren von den positiven Eigenschaften des CBDs.

 

Wie wirkt CBD? 

CBD entfaltet seine Wirkung durch das Endocannabinoide System (ECS), welches ein übergeordnetes System im Körper darstellt. Zentrale Bestandteile des ECS sind die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2, sowie die körpereigenen Cannabinoide (Endocannabinoide), die, wie ein Schlüssel zum Schloss an die Rezeptoren binden und diese dadurch aktivieren. Jedes Mal, wenn sich ein Cannabinoid an einen Zellrezeptor bindet, leitet er eine Nachricht weiter und gibt der Zelle eine Anweisung.

Cannabinoide sind die natürlichen chemischen Botenstoffe des Körpers. Man unterscheidet zwischen „endogenen“ und „exogenen“ Cannabinoiden:

Endogen: «Endo» bedeutet «seinen Ursprung im Körper habend». Endogene Cannabinoide werden im Körper produziert. Sie interagieren mit den Cannabinoid-Rezeptoren und regulieren im Wesentlichen alle grundlegenden Funktionen, die unser Körper auszuführen hat, einschließlich:

  • Stimmung
  • Schlaf
  • Appetit
  • Stoffwechsel
  • Schmerz
  • Erinnerung
  • Immunfunktion
  • Entzündung
  • Neuroprotektion und Entwicklung
  • Verdauung

Exogen: So werden Cannabinoide bezeichnet, die dem Körper von aussen zugeführt werden. Man findet sie häufig in Cannabis, wie zum Beispiel Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Wenn diese aufgenommen werden, interagieren sie mit dem ECS, wobei sie physische und psychologische Effekte im Körper erzeugen. 
Durch die Zufuhr exogener Cannabinoide, wird das ECS in einem grösseren Ausmass stimuliert, weil nun zusätzliche Cannabinoide im Körper vorhanden sind.

 

CBD kurz gefasst:

CBD vermittelt seine Wirkungen sowohl über den CB1- als auch über den CB2-Rezeptor. Die Rezeptoren des Endocannabinoidsystems (ECS) werden durch Cannabinoide aktiviert oder gehemmt und beeinflussen auf diese Weise unzählige physiologische Prozesse im menschlichen Körper. 

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[1]. O. Devinsky, J. H. Cross, L. Laux u. a.: Trial of cannabidiol for drug-resistant seizures in the Dravet syndrome. In: New England Journal of Medicine. Band 376, 2017, S. 2011–2020. [2]. R. Mechoulam, M. Peters, E. Murillo-Rodriguez, L. O. Hanus: Cannabidiol – recent advances. In: Chemistry & Biodiversity. 4, 8, 2007, S. 1678–1692. [3] A. W. Zuardi, J. A. Crippa, J. E. Hallak, F. A. Moreira, F. S. Guimarães: Cannabidiol, a Cannabis sativa constituent, as an antipsychotic drug. In: Braz. J. Med. Biol. Res. (Review) 39 (4), April 2006, S. 421–429.